Deutschland und die Mobilität

 

 

Außenwerbung hat in der heutigen Zeit und durch eine zunehmend zerstückelte Medienlandschaft, eine Alleinstellung erreicht. Durch die hohe Reichweite konnte eine immer stärkere Nachfrage erzielt werden. Digitalisierung, Urbanisierung und Mobilität. Vor allem diese Megatrends unserer heutigen Gesellschaft machten diese Entwicklung möglich. Sie sorgen für den Aufstieg der Außenwerbung. Heute gehen wir näher auf den Megatrend der Mobilität in Deutschland ein. Die neue Studie über die „Mobilität in Deutschland“ (MiD) aus dem Jahr 2017, liefert weitere Einblicke in das Mobilitätsverhalten der Deutschen. Dass die Mobilität mit der Außenwerbung zusammenhängt ist kein Zufall.

 

 

Die MiD Studie 2017

 

 

Wer wurde in der „Mobilität in Deutschland 2017“ Studie alles befragt?

 

Insgesamt wurden fast 160.000 Haushalte in Deutschland befragt. 316.361 Personen haben an der Befragung teilgenommen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) beauftragte bereits zum dritten Mal das infas Institut für angewandte Sozialwissenschaften mit der Befragung der Deutschen Haushalte.

 

 

Warum ist die Erforschung der Mobilität im Allgemeinen wichtig?

 

Unterwegs sein, egal ob auf dem Weg zur Arbeit, oder in der Freizeit, ist ein großer Teil unseres Alltags. Jeder verbringt hierbei unterschiedlich lange auf den Straßen und natürlich legt jeder unterschiedlich weite Strecken zurück. Ein Teil der Bevölkerung nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel, ein Teil besitzt ein eigenes Fahrzeug, andere fahren mit dem Fahrrad oder gehen zu Fuß. Das Wissen über die verschiedenen Bedürfnisse ist zum einen für den Staat ein wichtiger Punkt um die nötigen Ressourcen bereitstellen zu können. Zum anderen ist bereits heute erkennbar, dass vor allem der Autoverkehr allmählich an seine Grenzen der Belastbarkeit stößt. Und obwohl weniger Menschen sich ein neues Fahrzeug kaufen, ist und bleibt das Auto, gerade in Deutschland, ein wichtiger Bestandteil des Verkehrs. Die Studie zeigt auch hier die tatsächliche Nutzung auf.

 

 

3,2 Milliarden Kilometer – oder 80.000 Mal um die Erde

 

So viele Kilometer legen die Deutschen insgesamt an einem Tag zurück. Das ist im Vergleich zu den Ergebnissen von 2008 kaum anders. Regional ist aber eine deutliche Veränderung merkbar. Gerade in urbanen Gegenden, also Großstädten und Ballungszentren, sind die Werte stark angestiegen. Das liegt auch an dem Megatrend der Urbanisierung. Immer mehr Menschen leben in den Städten. Aber auch hier muss Jedermann vorankommen.

 

 

Der erste Platz geht an das Auto

 

Wenn die gefahrenen Kilometer pro Person betrachtet werden, liegt das Auto immer noch auf dem ersten Platz. Und das mit Abstand. Rund dreiviertel der Personenkilometer werden mit dem Auto zurückgelegt. Auch hier können aber nach Regionen und Demografie Unterschiede festgestellt werden. Gerade die jüngere Bevölkerungsgruppe ist immer umweltbewusster und verzichtet auf das Auto als Fortbewegungsmittel. Im Vergleich zu den anderen Verkehrsmitteln hat das Auto am meisten an Nutzung verloren.

 

 

Auf dem aufsteigenden Ast – ÖPNV

 

Die Öffentlichen Personennahverkehrsmittel (ÖPNV) sind der klare Sieger in der Verkehrsbilanz. Sowohl bei den gefahrenen Kilometern, wie auch in der Wegebilanz konnten die ÖPNV einen Zuwachs erzielen. Das liegt zum Teil auch wieder an der Urbanisierung.

 

 

Sharing Economy als Trend

 

Die Sharing Economy bezeichnet eine Gesellschaft, in welcher der Konsumgedanke in den Hintergrund und der Gedanke des Teilens nach vorne tritt. Auch in der MiD Studie ist erkennbar, dass gerade in urbanen Gegenden immer mehr Verbraucher auf Sharing Dienste wie Carsharing zurückgreifen, wenn es um die Fortbewegung geht. Das Auto verliert immer mehr an seinem Stellenwert als Statussymbol, selbst in dem “autoverrückten“ Deutschland.

 

 

Außenwerbung und Mobilität – wo ist der Zusammenhang?

 

Warum ist es aber für das Marketing wichtig mehr über die Mobilität zu erfahren? Gerade aus der Sicht der Marketer ist es immer wichtiger genaue Daten über die Verhaltensweisen der Menschen zu erfahren. Stichpunkt hierbei ist das Geomarketing. Hierbei werden in der MiD 2017 repräsentative und verlässliche Informationen zur Soziodemographie von Personen und Haushalten und ihrem Alltagsverkehr (z.B. Wege nach Zwecken und Verkehrsarten) erfasst. Diese Informationen bieten eine der Grundlagen für die Analysen des Geomarketings. Und die damit zusammenhängenden, wesentlich besser steuerbaren Kampagnen des Marketings.

Die Mobilität spielt also eine große Rolle für die Außenwerbung. Umso mobiler die Menschen sind, umso mehr sehen sie auch die Außenwerbung. Zu wissen wie, wann und wo die Verbraucher unterwegs sind, ist also nur von Vorteil für das Marketing.