Leere Bahnhöfe – die Deutsche Bahn streikt

 

So macht die Vorweihnachtszeit wahrlich keinen Spaß. Die Streiksaison der DB ist wieder da! Züge fallen aus, S-Bahnen stehen still. Durch den Streik der Deutschen Bahn liegt die halbe Infrastruktur Deutschlands still. Bundesweit gibt es seit den frühen Morgenstunden Komplettausfälle im Zugverkehr der DB. Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn sind, mal wieder, im Tarifstreik.

 

 

Warum wird gestreikt?

 

In vorhergegangenen Jahren war die Gewerkschaft GDL (Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer) für ihre Streitlustigkeit bekannt. Sowohl die GDL, wie auch die EVG, stehen mit der DB in Verhandlungen. Wie immer sind natürlich Streiks angedroht.Diesen Samstag hat jedoch nicht die GDL, sondern die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn abgebrochen und die Androhung von Streik damit wahr gemacht. Die Gewerkschaft vertritt die Mitarbeiter der Deutschen Bahn und will durch die Verhandlungen Lohnerhöhungen und andere Ziele erreichen. Sie fordern eine Lohnerhöhung von 7,5%, wie auch flexiblere Arbeitszeitmodelle, um, als Alternative, mehr Freizeit zu ermöglichen. Die Deutsche Bahn meint, dass das wohl erst ab 2021 möglich sein wird.

Nachdem der Sprecher der EVG, Uwe Reitz, nach dem Abbruch der Verhandlungen am Samstag bereits mit Konsequenzen gedroht hat, sind diese heute nun deutlich zu spüren. Der Streik ist da und er trifft fast Alle.

 

 

Der Fernverkehr der DB liegt lahm

 

In ganz Deutschland liegt der Fernverkehr der Deutschen Bahn seit heute morgen um 5 Uhr aufgrund des Streiks lahm. Jeder, der von den gescheiterten Tarifverhandlungen nichts gehört hatte, wurde bei dem Blick auf die DB-App heute Morgen schwer überrascht. Auch private Bahnbetreiber schließen sich dem Streik an. Voraussichtlich sollen die Züge wieder ab 9 Uhr fahren. Dass die Züge dann wieder pünktlich kommen und gehen, ist aber nicht sehr wahrscheinlich. Es ist jetzt schon mit Verspätungen von bis zu zwei Stunden und mehr zu rechnen. Wenn der Fahrplan durch die Streiks erst einmal durcheinander ist, kann es einige Zeit dauert, es wieder in Ordnung zu bringen. Zumindest kann sich jeder online in der DB-App darüber informieren, welche Züge nicht fahren.

Auch im Regional- und Nahverkehr gab es erhebliche Ausfälle. In München fuhr die S-Bahn auf der Stammstrecke zwischen Pasing und Ostbahnhof mit nur drei Ersatzzügen. Die S-Bahn zum Flughafen fährt sogar gar nicht.

Vor allem Pendler sind von den Ausfällen durch den Streik der Deutschen Bahn extrem betroffen. Am schlimmsten trifft es vermutlich Nordrhein-Westfalen. Dort sind täglich fast 2,4 Millionen Pendler auf Buss und Bahn angewiesen, um zu deren Arbeitsplatz zu gelangen. Der Streik erschwert all diesen Menschen ihren Alltag erheblich.

 

 

Wann ist zu viel, zu viel?

 

Wie verhältnismäßig ist dieser Streik? Es wurde gesagt, dass der bisherige Streik der DB nur ein Warnsignal sei und mit mehr Ausfällen zu rechnen ist, wenn die Deutsche Bahn nicht den gestellten Forderungen entgegenkommt. Natürlich ist es das gute Recht jeden Arbeitnehmers zu streiken, aber ab wann ist ein Streik noch ein Streik? Ist es in Ordnung Verhandlungen sofort abzubrechen und in den Streik zu treten, wenn nicht exakt das erreicht wird, was man will?

Die EVG hat einer Vertagung der Verhandlungen mit der DB nicht zugestimmt und sich stattdessen entschieden, direkt in den Warnstreik zu treten. Die Reaktionen der Bevölkerung sind teilweise verständnisvoll. Der Großteil der Deutschen sieht es allerdings etwas anders. Bereits nach dem Warnstreik liegt das halbe Land lahm. Pendler kommen nicht in die Arbeit, Urlaubsreisende nicht an ihr Ziel. Was soll nach einem solchen Einstieg noch folgen? Ein Arbeitskampf sollte fair geführt werden. Für die Kunden der Deutschen Bahn verläuft hierbei allerdings nicht viel fair. Das vermutlich einzig Gute ist, dass Betroffene des Streiks mit den Tickets für heute, auch morgen noch fahren können. Für solche Tickets, die eigentlich eine Zugbindung haben, soll diese auch aufgehoben werden. Aber was sollen die Menschen, die auf die Deutsche Bahn angewiesen sind, dann tun? Zum Beispiel Berufspendler, mit Monatstickets?

 

 

Die Arbeit geht vor

 

Wenn du dir jetzt denkst, dass du aufgrund des Streiks der Deutschen Bahn einfach zuhause bleiben kannst, weil ja alle Züge ausfallen, solltest du es dir noch einmal überlegen. Jeder Arbeitnehmer ist nämlich gesetzlich dazu verpflichtet, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um pünktlich in die Arbeit zu kommen. Trotz Streik!

Die Auswirkungen des Streiks der DB und der Pflicht in die Arbeit zu gelangen, sind deutlich zu spüren. In München entstand diesen Morgen aufgrund des Streiks ein richtiger Taxi-Pendlerverkehr. Außerdem sind die meist eh überfüllten Autobahnen vollkommen verstopft. Da es aber keinen anderen Anbieter als die Deutsche Bahn gibt, kann schließlich niemand einfach mit einem anderen Anbieter in die Arbeit fahren. Pendler sind darauf angewiesen, dass die Züge der DB fahren. Die einzige Möglichkeit, auf anderem Wege an sein Ziel zu gelangen ist, mit dem Auto zu fahren, oder sich ein Taxi zu nehmen.

 

 

Braucht man die Deutsche Bahn?

 

Wir sind der Meinung: als Pendler eher nicht! Ist die Deutsche Bahn pünktlich? Eher die Ausnahme. Ist sie günstig? Nicht unbedingt, auch mit Bahncard. Als bequem würde die Deutsche Bahn vermutlich auch kaum jemand bezeichnen. Wer steht schon gerne 40 Minuten in einem überfüllten Zug, weil die Deutsche Bahn nicht genügend Züge für eine vielbefahrene Strecke einplant? Oder wartet in der Kälte, wegen Verspätungen oder Ausfällen von Zügen? Ein Auto ist hier vermutlich für jeden die angenehmere Wahl. Man kann von Haustür zu Haustür fahren, ohne erst zum Bahnhof hin kommen zu müssen, dann mit dem Zug zu fahren und anschließend vom Bahnhof zum Büro kommen muss.

Natürlich ist der ökologische Fußabdruck ein wichtiger Punkt, der für die Deutsche Bahn spricht. Du kannst aber auch für die Umwelt sein und Auto fahren. Ein Hybrid oder ein rein elektronisch betriebenes Auto würden diesen Zweck erfüllen und Streiks umgehen. Die geringen Reichweiten spielen hierbei auch eher keine Rolle. Der durchschnittliche Pendler fährt täglich nicht mehr als 100 Kilometer.

Wer sagt, dass einem ein Auto zu teuer ist, der hat hier auch einige Möglichkeiten. Heute kann sich jeder mit dem eigenen Auto etwas dazu verdienen. Es gibt die Möglichkeit sein Auto mit anderen zu teilen, so genanntes Car Sharing. Etwas Geld mit dem Auto, kann aber auch durch Autowerbung dazu verdient werden. Wrapclub ist ein solcher Anbieter von Autowerbung. Du vermietest einfach die freie Fläche auf deinem PKW und verdienst mit der Werbung beim Autofahren Geld.