Rottet Digital Klassisch aus?

 

Die Digitale Welt ist auf dem Siegeszug. Sei es im Bereich des Onlinehandels oder der Werbung, online bietet immer mehr Möglichkeiten in Echtzeit. Gerade die Bedeutung von Echtzeitoptimierung ist stetig wachsend! Die Werbebranche ist nicht mehr wie früher. Es gibt keine starren Pläne mehr. Alles wird ständig verbessert und angepasst. Kann die klassische Werbung da noch mithalten?

 

 

Künstliche Intelligenz, Algorithmen und Programmatic in der Medienwelt

 

Es gibt immer mehr Medienkanäle und Berührungspunkte. Da ist eine exakte Auswertung der Daten von immer größerer Wichtigkeit. Das Datenmanagement kann hierbei aber eine große Herausforderung sein und führt in der Welt des Marketings oft zu Schwierigkeiten. Wie vergleicht man die verschiedenen Kanäle miteinander und welche Kanäle setzt man am besten ein? Gerade weil sich alles so schnell verändert, ist das nicht mehr so leicht zu sagen. Daher ist es das wichtigste, die eigene Marketing-Strategie stets anzupassen. Nichts ist mehr unveränderlich und wirklich langfristig, es ist ein stetiger Wandel, an den sich jeder Einzelne anpassen muss.

 

 

Was hat sich verändert und was kommt noch?

 

1. Fragmentierung der Medien

 

Heute ist alles besser! Zumindest wenn es um die Qualität der Medien und Übertragungsmöglichkeiten geht, ist das auf jeden Fall korrekt. Genau diese Entwicklung hat auch dazu geführt, dass es heute eine viel größere Medienwelt gibt, als vor einigen Jahren noch gab. Hunderte Fernsehsender, Radiosender und Zeitschriften und dazu noch viel mehr Webseiten, Streamingdienste und anderes – oder anders gesagt: es ist unübersichtlich, selbst für Profis. Nicht einmal hartgesottene Marketer können heute noch den Überblick behalten. Wahrscheinlich auch durch diese Entwicklung, das Überangebot, haben bestimmte Formate eine sinkende Reichweite. Während beispielsweise die Sendung „Wer wird Millionär?“ früher die ganze Familie vor den Fernseher lockte, sind heute Streamingdienste „On demand“ beliebter. Jeder schaut, wann und was er will, so dass das Gemeinschaftserlebnis Fernsehen durch die Fragmentierung selten wird. Gerade aus diesem Grund ist heute die Zielgruppenfindung und Umfeldplanung so wichtig.

 

2. Die Mediennutzung ändert sich

 

Heute findet jeder Blog, jeder spezielle Podcast oder Sender seinen Abnehmer. Das Angebot schafft sich seine Nachfrage selbst. Im Gegensatz dazu, sind aber die Massenmedien, mit denen man innerhalb kurzer Zeit Millionen erreichen konnte, geradezu rar geworden. Die Effizienz der einzelnen Medien sinkt. Auch hier ist „Wer wird Millionär?“ ein gutes Beispiel, die Sendung hat in den letzten Jahren sehr viele Zuschauer verloren. Und obwohl die Reichweite sinkt, sinken die Preise der einstigen Top-Medien nicht in gleichem Maße. Heute kann ein Unternehmen nur noch eine hohe Reichweite und tatsächlichen Mehrwert erzielen, indem ein datenbasiertes Marketingmodell genutzt wird. Das wahrscheinlich einzige Medium, das nie an Reichweite verliert ist die Außenwerbung.

 

 

3. Platz für neue Geschäftsmodelle

 

Die sich wandelnden Strukturen mit steigenden Preisen aber geringerer Reichweite, führen auch dazu, dass es mehr Bedarf an Kontrolle gibt. Die Werbetreibenden möchten heute genau wissen, wohin das Werbebudget fließt. Daher gibt es heute neue Unternehmen, die anbieten, die Arbeit von Mediaagenturen nachzuvollziehen, transparent zu machen und falls möglich sogar selbst zu machen.

 

4. Internationalisierung und der zeitliche Druck

 

Heute läuft alles viel schneller ab. Früher wurden langfristige Pläne gemacht, die abgesegnet und anschließend durchgeführt wurden. Heute wird viel kurzfristiger geplant und umgesetzt. Hinzu kommt, dass immer mehr Unternehmen ihre Mediaplanung zentralisieren. Über Länder hinweg wird die Planung zusammengefasst. Dadurch werden weniger Anbieter benötigt, es wird ausgedünnt. Aber es wird auch alles noch schneller. Durch die internationale Zusammenfassung verschiedener Kernkompetenzen bleibt oftmals weniger Zeit für die Kontrolle der Werbewirksamkeit.

 

 

Die Digitalisierung stoppt genau so wenig in ihrer Weiterentwicklung wie die Internationalisierung. Es war Charles Darwin der sagte: „Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.“ Es wird sich auch in Zukunft noch einiges in der Werbebranche tun. Für die klassische Werbung ist eine Entwicklung schwer vorher zu sagen. Die einzige Konstante scheint momentan die Außenwerbung zu sein. Sie ist das einzige Massenmedium, dass sich nur zum positiven weiterentwickelt. Die Digitalisierung ist hier kein Hindernis, sondern eine positive Entwicklung, die zu mehr Reichweite führt. Und wo mobile Außenwerbung oft starr und zu langfristig ist, ist es mit Wrapclub kein Problem, auch kürzere Kampagnen zu starten. Alles in allem kann auf jeden Fall noch mit einigem gerechnet werden.