Sponsorensuche – Wie findest du den richtigen Ansprechpartner?

 

Die Sponsorensuche ist harte Arbeit. Zum einen musst du ein hervorragendes Sponsoren-Anschreiben und eine ansprechende Sponsoren-Präsentation erstellen. Zum anderen ist die tatsächliche Suche nach einem geeigneten Ansprechpartner auf der Sponsorenseite kein Zuckerschlecken. Die Suche nach möglichen Partnern ist der erste Arbeitsschritt beim Sponsoring. Wir möchten dir in diesem Post gerne an die Hand geben, wie du Unternehmen findest, die für eine Zusammenarbeit mit dir in Frage kommen und wie du die entsprechenden Ansprechpartner ausfindig machst.

 

 

Potentielle Unternehmen für Sponsoring finden

 

Die 2 F´s

 

Family and Friends – das sind deine ersten beiden Kontaktmöglichkeiten, um auf Ideen für potentielle Sponsoren zu kommen. Setze dich mit Freunden und deiner Familie zusammen. Macht eine Runde Brainstorming. Jeder versucht zunächst folgende Fragen für sich zu beantworten:

 

  • Wer bist du?
  • Was für ein Image vertrittst du?
  • Welche Zielgruppe erreichst du?
  • Welche Reichweite hast du?
Beispiel:

  • Team Alpha
  • Erfahrung und Professionalität
  • Rallye Teilnehmer und Autointeressierte
  • 40 Millionen Medienkontakte

Anschließend diskutiert ihr die Antworten. Findet eine möglichst einheitliche Zusammenfassung. Nun könnt ihr an die Frage „Für wen ist Sponsoring mit mir interessant?“ herangehen. Ihr könnt im kleinen Kreis anfangen. Welche Dienstleistungen nutzt ihr selbst? Womöglich einen Versicherungsmakler? Erstellt eine Liste und checkt dann, ob die jeweiligen Personen, oder Unternehmen, möglicherweise dieselbe Zielgruppe wie du haben. Passen sie zu deinem Image und umgekehrt? Hast du die nötige Reichweite für sie?

Nehmen wir an, ihr kennt einen Versicherungsmakler, der den Fokus auf Autoversicherungen gelegt hat. Vielleicht sogar noch spezieller, auf Oldtimer. Hier würde es hervorragend passen, wenn du selbst einen Oldtimer fährst. Die für den Makler wichtige Zielgruppe wären dann höchst wahrscheinlich Autointeressierte und Oldtimer-Liebhaber. Wenn du noch weitere Kriterien eingrenzen kannst, zum Beispiel das durchschnittliche Alter der Zielgruppe, oder die Geschlechterverteilung, ist das für deine Suche und Auswahl natürlich noch besser.

Als nächstes überlegt ihr euch, ob sich Sponsoring für einen bestimmtes Kandidaten tatsächlich eignen würde. Gibt es vielleicht einen speziellen, sehr gut passenden Anlass bei dem du hervorragend für den potentiellen Sponsor werben kannst? Zum Beispiel eine Auto Rallye, speziell für Fahrzeuge älter als 20 Jahre? Wenn ja, ist das ein großer Pluspunkt und bringt den Kandidaten in deine engere Auswahl.

 

 

Internetrecherche, Zeitungen und Zeitschriften

 

Wenn du keine Möglichkeit hast, über persönliche Kontakte geeignete Unternehmen und eine Ansprechperson zu finden, musst du dich auf andere Art auf die Suche machen.

Du gehst hierbei ähnlich vor wie mit deiner Familie und Freunden. Finde deine Stärken, deine Zielgruppe und Reichweite. Beantworte die Fragen, genau wie oben und überlege anschließend für wen, aus welchen Bereichen eine Sponsoring Partnerschaft mit dir interessant wäre. In unserem Beispielfall ist es der Bereich Automotive. Im Spezielleren der Bereich Oldtimer. Sobald du das eingegrenzt hast, kannst du dir überlegen, wo du Firmen aus diesem Bereich findest. Hier wären es zum Beispiel Autozeitschriften, spezielle Messen, oder einfach durch Internetrecherche.

Erstelle dir eine übersichtliche Liste, in welcher du alle Kandidaten eintragen kannst. Das ist wichtig, damit du die Übersicht behaltest. Sobald du eine Vorauswahl an möglichen Sponsoring Partnern zusammengetragen hast, solltest du dir zu jedem einzelnen Unternehmen Gedanken machen. Versuche die Firmen und ihre Motive besser zu verstehen, dann kannst du anschließend dein Sponsoren-Anschreiben und deine Sponsoren-Präsentation besser anpassen.

 

 

Die Sponsoring-Verantwortlichen benennen

 

Bei persönlichen Kontakten ist es meist einfacher. Du kannst direkt nach Verantwortlichen fragen. Womöglich hat auch einer deiner Freunde oder jemand aus deiner Familie bereits einen Kontakt. Wenn du jedoch ein dir fremdes Unternehmen als deine Sponsoring Partner gewinnen willst, musst du auch erst die passenden Ansprechpartner herausfinden.

Bei kleineren Unternehmen sind meistens die Geschäftsführer die richtigen Kontakte. Umso größer eine Firma ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Firma eine eigene Marketingabteilung, oder gar Sponsoring Abteilung hat. Versuche so viele Informationen wie möglich bereits aus der unternehmenseigenen Website herauszufinden. Wenn du dort nichts findest, kannst du die Recherche durch Xing versuchen. Im Grunde ist das ein Prozess, ganz ähnlich wie in der Kaltakquisition.

 

Du gibst zunächst in der Suchleiste das betreffende Unternehmen ein:

 

Anschließend verfeinerst du in der Erweiterten Suche deine Angaben:

Bei der Position kannst du natürlich auch speziell nach Mitarbeitern aus dem Bereich Sponsoring suchen. Dann kannst du sicherlich den richtigen Ansprechpartner finden. Oft kümmert sich auch der Unternehmensbereich Brand Awareness um die Werbung mit Sponsoring.

In unserem Beispiel werden dir nun verschiedene Mitglieder angezeigt:

Wähle aus wer für dich am besten geeignet ist. Trage die Namen und jeweiligen Tätigkeitsbereiche ebenfalls in deine Liste ein. Versuche diese eine Person besser zu verstehen und personalisiere dann deine Sponsoring-Unterlagen endgültig.

 

 

Sponsoring-Unterlagen versenden

 

Nun da du die Namen geeigneter Ansprechpartner recherchiert hast, ist es an der Zeit deine Sponsoring-Unterlagen zu versenden. Du kannst dies per Post oder E-Mail machen.

Wenn du schriftlich via Brief alles versendest, musst du im Adressfeld immer die Unternehmensadresse angeben und an wen persönlich die Zustellung gehen soll, also: zu Händen von Herr/Frau XY.

Per E-Mail kann es etwas schwieriger werden. Du musst erst die richtige E-Mail-Adresse herausfinden. Wenn dir die E-Mail-Adresse nicht bekannt ist, kannst du versuchen sie zu erraten. Im Impressum der Unternehmenswebsite findest du eigentlich immer eine Info E-Mail, oder eine allgemeine Kontaktadresse. Wenn diese zum Beispiel info@beispielGmbH.de ist, kennst du zumindest bereits die Unternehmensinterne E-Mail-Endung. In den meisten Unternehmen wird eine automatische E-Mail generiert, bestehend aus dem eigenen Namen und der E-Mail-Endung. Meistens ist der Aufbau ähnlich.

Häufig vorkommend sind diese Zusammenstellungen:

  • Vorname.Nachname@xyz.de
  • V.Nachname@xyz.de
  • Nachname@xyz.de

Dokumentiere die E-Mails in deinen Aufzeichnungen. Halte fest, welche Schreibweisen du versucht hast, welche durch gegangen und welche nicht angekommen sind. So kannst du den Überblick behalten und neue Schreibweisen ausprobieren.

 

 

Learning by doing

 

Du wirst höchst wahrscheinlich erst einige Unternehmen kontaktieren müssen, bevor sich etwas ergibt. Du wirst teilweise keine Antworten bekommen und oft auch Absagen erhalten. Erwarte nicht, nach zwei Anschreiben bereits einen Sponsoring-Vertrag zu erhalten. Unserer Meinung nach ist es jedoch sehr wichtig, dass du den Vorsatz „Klasse statt Masse“ beachtest. Es wird dir nicht viel bringen, wenn du unpersonalisierte Anschreiben an Unternehmen herausschickst, die nicht wirklich zu dir passen. Halte dich an deine erstellte Liste.

Du wirst mit der Zeit immer mehr dazu lernen. Wichtig ist, dass du dich weiterentwickelst. Wenn du Absagen bekommst, hake nach warum du eine Absage bekommen hast. Frag nach, was dem Ansprechpartner nicht gefallen, oder gefehlt hat. Alle Antworten, die du dabei bekommst, helfen dir es in der Zukunft besser zu machen.