Texte in der Plakatgestaltung – Wie bringt man die Botschaft auf das Plakat?

 

 

Wie du Bilder bei der Gestaltung deines Plakates richtig einsetzen kannst haben wir dir bereits in unserem Blogpost Bilder richtig einsetzen gezeigt. Da auch in der Autowerbung, ähnlich wie bei Außenwerbung mit Plakaten, Werbetexte eingesetzt werden, möchten wir dir unsere Tipps und Tricks zum Einsetzen von Wortlaut und Werbetexten bei der Plakatgestaltung näherbringen.

 

 

Emotionen vermitteln

 

Bilder schaffen es bereits durch ihre Größe unterschiedlich starke Emotionen zu wecken. Alles aufgrund der evolutionären Entwicklung des Menschen. Lange Zeit ging man davon aus, dass das bei Worten nicht der Fall ist. Worte sind symbolischer Natur und müssen daher erst inhaltlich verstanden werden um eine Emotion wecken zu können. Zumindest dachte man das. Verschiedene Forscher fanden bei Untersuchungen von Werbeanzeigen heraus, dass auch bei Wörtern die Oberflächengröße eine Rolle spielt. Sie kann regeln wie hoch die emotionale Verknüpfung ist. Indem du also die Größe einzelner emotionaler Wörter, oder ganzer Texte erhöhst, erhältst du einen echten Blickfang für dein Plakat und weckst Emotionen beim Betrachter.

 

 

Funktionen in den Vordergrund stellen

 

Menschen mögen Produkte mit vielen Funktionen oder Merkmalen. Solange ein Produkt viele Nutzungsmöglichkeiten hat und funktional ist, stellt es einen Mehrwert für mögliche Kunden dar. Das kannst du bei der Gestaltung deines Plakates für dich einsetzen. Wie nützlich etwas tatsächlich für Einzelne ist, kann hingegen nicht wirklich gesagt werden. Erwähne daher auf deinem Plakat nur, dass bestimmte Funktionen vorhanden sind, aber nicht wie nützlich oder zweckmäßig etwas tatsächlich ist.

Du solltest außerdem nicht auf die Verwendungsmöglichkeiten hinweisen. Zähl nur auf welche Funktionen ein Produkt hat und nicht wofür, oder wie oft es verwendet werden kann. Konsumenten überschätzen die Häufigkeit, mit der man etwas verwenden kann und zahlen daher lieber Pauschalgebühren als einzelne Nutzungsgebühren.

Für die Plakatgestaltung gilt also: Funktionen mit Mehrwert hervorheben um das Plakat so überzeugend wie möglich zu gestalten.

 

 

Überzeugend sein – ohne zu überreden

 

Niemand möchte gerne zu etwas überredet werden. Wenn du mit deinem Plakat genau das versuchst, wird sich der Betrachter geistig dagegen wehren. Du verlierst mit deinem Plakat, deiner Botschaft, an Glaubwürdigkeit.

Wie überzeugt man also ohne zu überreden? Indem man Durchsetzungsvermögen mit positiven Stimmungen verbindet. Auch hier spielt die menschliche Natur eine große Rolle. Wenn man glücklich und zufrieden ist, spricht man automatisch mit einer selbstsichereren Stimme und Sprache. Das Gleiche erwartet man auch von anderen Menschen. Wenn man also Durchsetzungsvermögen erwartet, erwartet man auch eine durchsetzungsfähige Sprache. Es ist ein einfacher psychologische Effekt. Die Verbraucher werden deine Plakatwerbung besser annehmen und verarbeiten, wenn die erwartete Verknüpfung da ist und ein möglichst positives Gefühl erzeugt wird. Dann kann die Botschaft auf dem Plakat, das jeweilige Produkt, mit einem guten Gefühl verbunden und flüssiger verarbeitet werden.

Genauso ist es natürlich auch umgekehrt bei negativen Gefühlen. Zum Beispiel bei Werbebotschaften für Spendenaufrufe. Wir leben in einem wirtschaftlich sehr gut entwickelten Land, es geht uns gut. Daher erwarten wir bei Aufrufen für Spenden für gewöhnlich Schuldgefühle zu bekommen. Plakate, die für diesen Zweck gestaltet werden, müssen also keine positiven Emotionen wecken, sondern negative. Es erfüllt denselben Zweck – es regt den Betrachter zum Handeln an.

 

 

Und was sich reimt ist gut.

 

Die Verwendung von Reimen bei der Plakatgestaltung kann die Verarbeitungsflüssigkeit ebenfalls stark erhöhen. Ein Reim erregt mehr Aufmerksamkeit und regt stärker zum Nachdenken an als ein “normaler“ Text. Es wirkt flüssiger und erzeugt dadurch unterbewusst ein positives Gefühl. Angenehme Gefühle sorgen für eine bessere Annahme der Werbebotschaft und zu einer höheren Handlungsrate.